
Karl Reutter
Weinberg · dritte GenerationKennt jeden Stock beim Namen, behauptet er. Schneidet noch immer jede Rebe selbst und hält Regen für eine Frage der Einstellung.
Das Weingut · Familie Reutter
1874 kaufte Johann Reutter die ersten drei Terrassen am Steinriegel. Alle haben ihm abgeraten. Heute bewirtschaftet seine Urenkelin achtzehn Hektar davon.
„Der Hang hat uns nie gefragt, ob es uns gerade passt. Deshalb schmeckt er so.“
Geschichte
Johann Reutter, Steinhauer aus Grunbach, kauft drei verwilderte Terrassen am Steinriegel. Die Mauern setzt er selbst. Den ersten Wein trinkt er allein, weil ihn niemand haben will.
Sein Sohn Wilhelm gräbt den Keller in den Hang. Zwölf Meter tief, das ganze Jahr elf Grad. Er ist bis heute unser wichtigstes Werkzeug.
Zweihundert Lemberger-Stöcke werden auf der Parzelle über dem Keller gepflanzt. Sie stehen noch. Aus ihnen kommt heute unser teuerster Wein.
Mit 24 Jahren, gegen den Willen der Bank. Er verkauft den Traktor, weil er auf den Terrassen ohnehin nicht fährt, und kauft Rebscheren.

Alle achtzehn Hektar werden von Hand gelesen, die Wildblumen bleiben stehen. Der Ertrag sinkt um ein Drittel. Die Qualität nicht.
Nach Geisenheim und drei Jahren im Burgund übernimmt Lena Reutter den Keller. Ihr erster Streich: ein Sekt. Ihr Vater brauchte zwei Jahre, um ihn zu loben.

Vier Weine, 38.000 Flaschen, elf Menschen, die den Hang kennen. Und eine Vinothek, in der Sie das alles probieren können.
Die Familie

Kennt jeden Stock beim Namen, behauptet er. Schneidet noch immer jede Rebe selbst und hält Regen für eine Frage der Einstellung.

Hat im Burgund gelernt, Geduld zu haben, und in Geisenheim, wann man sie brechen muss. Verantwortet Ausbau, Sekt und die Vinothek.

Zur Lese kommt das halbe Dorf. Den Rest des Jahres sind es elf, die zwischen den Mauern arbeiten. Sie treffen sie in der Vinothek, meistens mit einem Glas in der Hand.
Unsere Lagen
Fahren Sie über den Hang. Jede Lage erzählt, warum ihr Wein so schmeckt, wie er schmeckt. Und die Sonne wandert, während Sie scrollen.
Die höchste Terrasse. Karg, windig, kühl in der Nacht. Hier wächst der Riesling mit der längsten Säure.